Saisonhöhepunkt! Chiemsee Insel Marathon

Dafür wurde am Samstagnachmittag als zusätzliche Veranstaltung das „Serenety Match Race“ ausgetragen. Der Serenety ist ein extrem kippeliges, auf Leichtwind ausgelegtes Brett, mit welchem im Lauf der Saison verschiedene Qualifikatiosregatten ausgetragen wurden. Das Finale für die Besten der Rangliste fand nun im Rahmen des Chiemsee-Inselmarathons statt. Im K.O.-System traten insgesamt 24 hochkarätige Teilnehmer aus ganz Deutschland in Vierergruppen gegeneinander an. Für die zahlreichen Zuschauer am Chiemseeufer war das Match-Race besonders gut zu verfolgen, da die einzelnen Wettfahrten maximal 10 Minuten dauerten und ganz in Ufernähe durchgeführt wurden.

Nach teils sehr knappen Entscheidungen in den Vorläufen ruhten die Hoffnungen des Priener Surfclubs auf dem letzten fürs Finale qualifizierten Klubmitglied Max Oberberger. Im hochspannenden Finale mit häufigen Führungswechseln erreichte Oberberger den dritten Platz. Er musste sich nur Christian Freimüller aus Böblingen, immerhin 2007 U-19-Weltmeister, und Moritz Martin aus Linsengericht, amtierender Raceboard-Vizeweltmeister, geschlagen geben.

Am Sonntag konnte dann um 10.00 Uhr bei noch etwas unangenehmen Temperaturen der Chiemsee-Inselmarathon für die 51 Teilnehmer aus sieben Nationen gestartet werden. Bei Westwind wurden die drei Chiemseeinseln im Uhrzeigersinn umrundet, wobei im Bereich zwischen Herreninsel und Rasthaus zwei lange Kreuzstrecken zu bewältigen waren. Bei zwei bis vier Windstärken konnten die großen Segel auftrumpfen. Der zehnmalige Sieger des VR-Bank-Wanderpokals Dick Hoekstra aus Holland konnte mit seinem pfeilschnellen Spezialboard und einem 13-qm-Segel einen souveränen Start-Ziel-Sieg feiern. Zweiter der Gesamtwertung wurde Heimo Kassler aus Österreich.

In der Kasse Raceboard 9,5 qm musste sich Vizeweltmeister Moritz Martin, der an der Luv-Tonne noch in Führung lag, dem Tschechen Petr Kucera knapp geschlagen geben. Die beiden kamen im Gesamtklassement auf die Plätze drei und vier. Erfreulicher Dritter der Klasse und damit Fünfter gesamt wurde Gandmaster-Weltmeister Frank Spöttel, dem seine Wahl auf ein Leichtwindsegel auf der langen Zielkreuz entgegen kam.

Eine hervorragende Leistung lieferte Lokalmatador Toni Stadler in der Klasse Raceboard 7,5 qm ab. Er siegte überlegen vor dem Böblinger Florian Freimüller, der dem deutschen Bundeskader angehört, und wurde damit auch Gesamtsiebter. Ein ebenso guter dritter Platz gelang Regina Stadler. Sie kam nach einer spannenden Zielkreuz Zentimeter vor ihrem Clubkameraden Christoph Liese, der Vierter wurde, ins Ziel. Regina Stadler gewann damit zudem souverän die Damenwertung vor Treresa Liese und Miriam Schroeter.

Die Hybridwertung, in welcher breite Bretter, insbesondere das Jugendboard BIC Techno 293 gesegelt werden dürfen, gewann Tim Poggemann vor Steffi Schwarz und Maxi Greiner, allesamt Mitglieder des Regatta-Surfclubs Chiemsee.

Auf einem stark verkürzten „Kindersurfmarathon“, der aus einer langen Kreuzstrecke und einer kurzen Halbwind- und Vorwindstrecke bestand, durfte der jüngste Nachwuchs des RSC Chiemsee seine erworbenen Fertigkeiten im Regattasurfen zeigen. Hier siegte Sebastian Kohrs vor Maxi Hein, beide aus Bad Endorf.

In der Mannschaftswertung schließlich gewann klar das Team „Hasn-Stuben Rimsting“ mit Florian Freimüller, Steffi Schwarz, Radim Kaminski, Josef Stiedl undHartmut Puls.

 

Wettfahrtleiter Fredi Dillmann konnte ein gutes Fazit ziehen. „Ich bin mit dem Verlauf der Veranstaltung sehr zufrieden. Wir hatten ein starkes internationales Starterfeld und auch einmal das Glück, an allen Tagen Wettfahrten bei richtig gutem Wind durchführen zu können. Gefreut hat mich natürlich auch, dass unsere Clubmitglieder wieder Spitzenplatzierungen in allen Bewerben erreichen konnten.“

Der 27. Chiemsee-Inselmarathon vom 9. – 11. Oktober war für die Ausrichter des Regatta-Surfclubs Chiemsee reichlich turbulent . Wetter und Windverhältnisse wechselten ständig. Nach erfreulichen vier Windstärken aus Ost am Freitag Nachmittag gab es am Samstag zunächst Flaute, ehe der Wind auf West drehte und bis zum Sonntag auf drei bis vier Beaufort auffrischt.

Traditionell wurden am ersten Tag die „Bavarian Masters“ ausgetragen, ein Dreieckskurs für Raceboardsurfer mit einem Mindestalter von 35 Jahren. Die 14 Starter zeigten bei drei anstrengenden Wettfahrten, dass sie noch nichts verlernt haben.

Am Ende siegte erwartungsgemäß der Weltmeister. Frank Spöttel vom RSC Chiemsee, Grandmaster-Weltmeister der Jahre 2008 und 2009, gewann alle drei Wettfahrten, hinter ihm platzierten sich der Tscheche Josef König und dem Schwarzwälder Dieter Leitsch.

 

Die Flaute am Samstag verhinderte einen Start der ersten Wettfahrt des Chiemsee-Inselmarathons. Da erst gegen 15.30 Uhr mit dem Wetterumschwung Wind aus West einsetzte, konnten die Veranstalter nicht gewährleisten, dass vor Einbrechen der Dunkelheit alle Starter nach Umrundung der drei Chiemseeinseln im Ziel gewesen wären.

Deutscher Meister Titel für den RSC Chiemsee

Warmes Spätsommerwetter mit viel Sonne, aber wenig Wind erwartete die
qualifizierten Teams des diesjährigen Bundesligafinales der Windsurfklasse
Raceboard am Zwischenahner Meer.

Drei Wettfahrten startete Wettfahrtleiter Dietmar Hobbie bei mäßigen,
drehenden Winden von 2-3 Beaufort am ersten Regattatag. Keinen Zweifel an
Ihren Titelambitionen ließ das weitest angereiste Team vom RSC Chiemsee mit
Regina und Toni Stadler sowie Christoph Liese und Master Frank Spöttel. Mit
drei ersten Plätzen von Toni Stadler sowie einem Zweiten, Dritten und
vierten Platz in der Wertung, deklassierten sie den Rest des Feldes.

Nach nur noch einem weiteren vierten Rennen am kommenden Wettkampftag und
Flaute am Schlusstag gewannen die Chiemseer schließlich mit 19 Gesamtpunkten
vor dem Team des Paderborner YC mit 43 Pkt. und dem letztjährigen Sieger,
dem SC Warendorf. Bestes Masterteam wurde der WC Hamburg auf dem fünften
Platz. Den Titel in der Nachwuchsbundesliga der Jugendklasse BIC-Techno
holte sich das Team des YC Berlin-Grünau. "Mit diesem Spitzenteam hat es
wirklich Spass gemacht, den ersten offiziellen Deutschen Meistertitel der
Surf-Bundesliga an den Chiemsee zu holen", freute sich der
Grandmaster-Weltmeister Frank Spöttel.

Vielleicht können sie den Titel im nächsten Jahr sogar auf ihrem bayerischen
Heimrevier verteidigen.