Deutscher Meister Titel für den RSC Chiemsee

Warmes Spätsommerwetter mit viel Sonne, aber wenig Wind erwartete die
qualifizierten Teams des diesjährigen Bundesligafinales der Windsurfklasse
Raceboard am Zwischenahner Meer.

Drei Wettfahrten startete Wettfahrtleiter Dietmar Hobbie bei mäßigen,
drehenden Winden von 2-3 Beaufort am ersten Regattatag. Keinen Zweifel an
Ihren Titelambitionen ließ das weitest angereiste Team vom RSC Chiemsee mit
Regina und Toni Stadler sowie Christoph Liese und Master Frank Spöttel. Mit
drei ersten Plätzen von Toni Stadler sowie einem Zweiten, Dritten und
vierten Platz in der Wertung, deklassierten sie den Rest des Feldes.

Nach nur noch einem weiteren vierten Rennen am kommenden Wettkampftag und
Flaute am Schlusstag gewannen die Chiemseer schließlich mit 19 Gesamtpunkten
vor dem Team des Paderborner YC mit 43 Pkt. und dem letztjährigen Sieger,
dem SC Warendorf. Bestes Masterteam wurde der WC Hamburg auf dem fünften
Platz. Den Titel in der Nachwuchsbundesliga der Jugendklasse BIC-Techno
holte sich das Team des YC Berlin-Grünau. "Mit diesem Spitzenteam hat es
wirklich Spass gemacht, den ersten offiziellen Deutschen Meistertitel der
Surf-Bundesliga an den Chiemsee zu holen", freute sich der
Grandmaster-Weltmeister Frank Spöttel.

Vielleicht können sie den Titel im nächsten Jahr sogar auf ihrem bayerischen
Heimrevier verteidigen.

Toni Stadler und Theresa Liese neue Clubmeister

Christoph Kluge gewinnt Kinderwertung

Für die Clubmeisterschaft am vergangenen Samstag hatte sich der Priener Windsurfing-Club einen besonderen Modus ausgedacht. Um allen Teilnehmern die Chance zu einer guten Platzierung zu geben, wurde die erste Wettfahrt im Minutenabstand in mehreren Leistungsgruppen gestartet (z.B. „Stümper und Tieftaucher“, „Altraceboarder“, „Speedy-Gonzales-Gleiter“). Ziel war der Strand des Surfclubs in Bernau. Zurück ging es in umgekehrter Reihenfolge des Ergebnisses der Hinfahrt. Dazwischen mussten alle einen umfangreichen schriftlichen Fragenkatalog mit lustigen Themen rund ums Clubgeschehen beantworten (Den Fragenkatalog gibts unten zum Download).

Gleich nach dem Start zur ersten Wettfahrt war es bei den 18 Surfern mit der Gaudi vorbei. Der bei diesigem Wetter ungewöhliche Wind aus Nordost frischte mehr und mehr auf und erreichte gut 4 Beaufort mit entsprechend hoher Welle. Bei diesen anspruchsvollen Bedingungen setzten sich letztlich doch die etablierten Regattasurfer des Clubs durch.

Obwohl er in beiden Wettfahrten mir großem zeitlichen Handikap lossurfen musste, rollte Toni Stadler das Feld von hinten auf und belegte die Plätze 4 und 2. Da er zudem das zweitbeste Ergebnis beim Quiz erzielte, holte sich der Bernauer überlegen und schon zum fünften Mal den Clubmeistertitel. Ihm am nächsten kam zum wiederholten Mal Christoph Liese aus Kothöd. Er erreichte, ebenfalls mit großem Handikap, auf dem Wasser die Ränge 2 und 7 und wurde beim Quiz, gleichauf mit Toni Stadler, Zweiter. Hinter ihnen landete der zweifache Grandmaster-Weltmeister Frank Spöttel auf Rang 3.

Spannend ging es auch bei den Damen zu, bei denen erst nach der Quizauswertung die Platzierung feststand. Mit guten Wettfahrtergebnissen und als Gesamtachte wurde erstmals Theresa Liese aus Kothöd Clubmeisterin, vor Burgi Stadler und Miriam Schroeter aus Bernau.

Die besten Kenntnisse rund ums Clubleben bewies einer der Erfahrenen. Pit Junghans aus Prien war zwar auf dem Wasser eher im hinteren Bereich des Feldes zu finden, gewann aber die Quizwertung mit 10 richtigen Antworten bei 12 gestellten Fragen.

Bei den Surfeinsteigern wagten sich 3 Endorfer Kinder auf den schwierigen Kurs. Der 11-jährige Christoph Kluge schaffte es als Einziger, die erste Wettfahrt durchzustehen, und, weil er weit vor den Großen losfahren durfte, auch als Erster in Bernau anzukommen. Für den 10-jährigen Markus Schuster und den 12-jährigen Sebastian Kohrs, der ein viel zu großes Segel gewählt hatte, war der Wind einfach noch zu stark.

Regattaleiter Sebastian Stadler war mir dem Verlauf der Clubmeisterschaft zufrieden: „Obwohl die Gaudi im Vordergrund stand, hatten wir aufgrund des auffrischenden Windes zwei gute Wettfahrten. Nach dem Zieldurchlauf waren die Windverhältnisse noch so gut, dass sechs der Teilnehmer spontan vom Clubgelände aus noch einmal bis um die Fraueninsel surften. Insgesamt war es für unsere Clubsurfer auch ein tolles Training für unseren Chiemsee-Inselmarathon, der wie immer am zweiten Oktoberwochenende stattfindet.

Frank Spöttel erneut Weltmeister

Vor Warnemünde gewinnt Frank Spöttel aus Krailling vom Regatta Surfclub Chiemsee erneut einen Weltmeistertitel im Windsurfen.

 

Im Rahmen der 72. Warnemünder Woche fand von 07.-11. Juli die Weltmeisterschaft der Windsurfklasse Raceboard statt. Sie endete am Wochenende mit der Rekordbeteiligung von 113 Teilnehmern aus 16 Nationen die drei Kontinente vertraten.

 

Zwölf Wettfahrten ließ Wettfahrtleiter Steffen Kinzl (Berlin) in fünf Wettkampftagen aussegeln. Bei zum Teil stürmischen Winden und hoher Welle, holte der Kraillinger Frank Spöttel erneut einen WM-Titel. Ein 16. Platz in der Gesamtwertung reichte dem Würmtaler zum Gewinn der Goldmedallie in seiner Altersklasse Grand Master (Ü45). Dahinter platzierten sich Walter Radeke (Salzgitter/Niedersachsen) und Jean Asia aus Marseille/Frankreich.

"Bei diesen abwechslungsreichen Bedingungen, mit zwei absoluten Starkwindtagen, waren Allroundkünste gefragt. Es war eine spannende Serie und ich bin überglücklich, dass es am Ende wieder geklappt hat" freute sich der 50-Jährige Sieger.

 

Weltmeister der Herren gesamt darf sich der 25-Jährige Pole Max Wojcik, Topathlet des  polnischen Olympiakaders, nennen. Vor Moritz Martin aus Linsengericht bei Frankfurt und dem Slovaken Patrik Pollak, der mit dem dritten Platz zugleich die Alterklasse Master (Ü35) gewann. Bei den Damen gewann Gabi Schlotmann aus Düsseldorf.

Priener Surfer in Starnberg erfolgreich

Toni Stadler und Christoph Liese gewinnen bei Bundesliga-Regatta

Die dritte diesjährige Raceboard-Regatta der 1. Surfbundesliga Süd am 27./28. Juni am Starnberger See stand unter keinem guten Stern: ständige Wechsel von Sonne, Wolken und Regen, aber immer nur kurzzeitiger Wind erschwerten der Starnberger Regattaleitung die Kurssetzung. Lediglich am ersten Tag konnten die 28 Starter aus Bayern, Baden-Württemberg und Italien (6 Gastsurfer vom Kalterer See waren angereist) zwei Wettfahrten bei Windstärken von 3 – 4 Beaufort absolvieren.

Toni Stadler und Christoph Liese vom Priener Regatta-Surfclub Chiemsee dominierten in beiden Wettfahrten. Jeder von ihnen gewann eine Wettfahrt und wurde in der anderen Dritter. Damit belegten sie am Ende punktgleich die Ränge 1 und 2 vor Fabian Wäldin und Frank Bender vom WSV Roxheim. Stadler und Liese gewannen zusammen mit Regina Stadler als Team RSC Chiemsee 1 auch überlegen die Bundesliga-Mannschaftswertung vor dem WSV Roxheim und der Mannschaft vom Surfclub Augsburg. Vierte wurde das Team RSC Chiemsee 2 (Fredi Dillmann und Rolf Huber).

In der Jugendklasse BIC Techno 293 machten die Nachwuchssurfer vom Kalterer See die ersten drei Plätze unter sich aus. Erfreuliche Vierte wurde Steffi Schwarz vom RSC Chiemsee. Die gerade erst 14-Jährige surft ihre erste Regattasaison. Sie war zweitbeste Surferin „U-15“ und bestes Mädchen. Ihre Clubkollegin Julie Schoentag wurde punktgleich Sechste, die weiteren Chiemseesurfer Severin Marquardt und der leicht erkrankte Tim Poggemann erreichten die Plätze 8 und 9.

Moritz Schoentag wird Deutscher Jugendmeister

Schwierige Bedingungen für Chiemsee-Surfer bei Kieler Woche

 

Die Deutschen Jugendmeisterschaften in der olympischen Surfklasse RS:X wurden heuer im Rahmen der Kieler Woche vom 20. – 23. Juni ausgetragen. Außer den besten deutschen Jugendsurfern waren im Feld der 21 Starter auch 7 Jugendsurfer aus Polen, Dänemark und Finnland vertreten.

 

Die beiden Teilnehmer vom RSC Chiemsee, Moritz Schoentag aus Bernau und Christian Wettengel aus Bad Aibling, waren mit gemischten Gefühlen an die Ostsee gereist: die gewohnten Trainingsbedingungen am Chiemsee oder am Gardasee ließen sich mit den Verhältnissen in der Kieler Förde nicht vergleichen. So hatten die Starter gleich am ersten Wettfahrtag mit ständig drehenden Winden, vielen Böen und gegenlaufender Welle zu kämpfen.

 

Moritz Schoentag konnte von Beginn an in der Spitzengruppe mithalten. Ein vierter und ein zweiter Platz brachte ihm nach dem ersten Wettfahrtag die Führung vor drei Surfern aus Polen und Norwegen. Als nächstbester Deutscher und härtester Konkurrent um den Deutschen Jugendmeistertitel belegte Leon Delle aus Nordrhein-Westfalen mit bereits sieben Punkten Rückstand nur den fünften Platz.

Am zweiten und dritten Wettfahrtag herrschte, für Kiel ungewöhnlich, Flaute. Erst am Schlusstag konnten noch drei Wettfahrten durchgeführt werden. Der Wind hatte diesmal auf Nord gedreht. Auf die etwa einen Dreiviertelmeter hohe Welle musste deshalb besonders aufgepasst werden. Moritz Schoentag kam mit den Bedingungen bestens zurecht. Ein dritter, ein vierter und in der Letzten Wettfahrt ein erster Platz ergaben bei einem Streicher 10 Punkte. Genau einen Punkt besser waren gemeinsam der Pole Jan Handke und der Norweger Halvard Feragen. Erst auf den Plätzen fünf und sieben landeten die nächsten Deutschen, Leon Delle und Nikolas Götzke (Immenstaad). Damit wurde Moritz Schoentag überlegen Deutscher Jugendmeister. Im vergangenen Jahr hatte er sich noch mit dem Vizemeistertitel hinter Leon Delle begnügen müssen.

 

Der um drei Jahre jüngere Christian Wettengel konnte bei seiner ersten Deutschen Jugendmeisterschaft in der RS:X-Klasse nur Erfahrungen sammeln. Für ihn galt es, seine Taktik auf die ungewohnten Revierverhältnisse auszurichten. Immerhin reichte es zum sechzehnten Gesamtrang. Dabei waren bis auf einen alle vor ihm liegenden Teilnehmer um mindestens ein Jahr älter.

 

Moritz Schoentag konnte sich zu Recht über seine Leistung freuen: „Ich habe mich vor allem auf Leon Delle konzentriert. Für mich zählte nur die Deutsche Jugendmeisterschaft. Am Gesamtsieg war ich immerhin bis auf einen Punkt dran. Jan Handke aus Polen hat vor zwei Jahren schon die Jugendregatta bei der Warnemünder Woche gewonnen.“

Aktion Surf and Fun vom Wetter begünstigt

Priener Bürgermeister verspricht, aufs Surfbrett zu steigen

 

Die Rahmenbedingungen waren ideal: bei den Aktiontagen „Surf and Fun“ beim Priener Windsurfing-Club vom 20. – 22. Mai herrschte insbesondere am Freitag und Samstag Traumwetter, mit leichtem Ostwind, der viele Besucher motivierte, aufs Surfbrett zu steigen.

Die Besucherzahl hielt sich an den drei Tagen leider in Grenzen. Die erschienenen Gäste konnten dafür umso besser das Clubgelände kennenlernen. Auf einer von den Clubmitgliedern Jutta Schroeter und Sebastian Stadler auf zehn Tafeln erstellte Fotokollage konnte man Einblick in die gesellschaftliche und sportliche Entwicklung des Clubgeschehens gewinnen. Am Ufer stand umfangreiches von der Firma Windsurfing Chiemsee und vom Club gestelltes Surfmaterial zum Ausprobieren bereit, Grillmeister Leo Stadler sorgte fürs leibliche Wohl, und bei Kaffee und Kuchen konnte man den Blick auf den Chiemsee genießen.

Am Abend fanden sich an der „Chillout-Bar“ Jugend und Junggebliebene gleichermaßen ein, um bei einem Drink und karibischer Musik die Idylle des Chiemseeufers zu erleben.

Als prominentesten Gast durften die Surfer am Sonntag Priens Bürgermeister Jürgen Seifert begrüßen. Im Gespräch mit den Vorständen des Surfclubs, Uli Gasch und Burgi Stadler, bekannte er, selbst in jungen Jahren gesurft zu sein. Zur Freude des Clubs versprach der Bürgermeister, im Rahmen des Priener Ferienprogramms im August selbst aufs Brett zu steigen und zusammen mit den Priener Kinder zu surfen.

Die Jugendtrainer und Organisatoren der Aktionstage, Toni Stadler und Christoph Liese, waren mit dem Verlauf zufrieden: „Trotz des eher mäßigen Andrangs konnten wir unser Clubgelände und die sportlichen Möglichkeiten gut präsentieren. Jung und Alt hatten viel Spaß beim Ausprobieren des Surfmaterials. Wir möchten darauf hinweisen, dass wir den ganzen Sommer jeden Freitag ab 15.00 Uhr Surftraining für Kinder und Jugendliche anbieten, außerdem ab heuer jeden Samstagnachmittag „Ü-30-Surfen“ mit anschließendem geselligen Beisammensein.“