Priener Jugendsurfer dominieren beim Finale der Nachwuchs-Bundesliga

Mannschafts- und Einzelsieg für Stephan Hecker und Martin Reiß

Zeitgleich zum Bundesligafinale der Raceboardsurfer (s. Bericht) fand am Wochenende auch das Mannschaftsfinale der Nachwuchsbundesliga in der Jugendklasse BIC Techno auf dem Wannsee in Berlin statt. Der RSC Chiemsee nahm nicht nur mit zwei qualifizierten Teams teil, sondern stellte mit dem Team Stephan Hecker, Martin Reiß und Lars Poggemann auch den haushohen Favoriten für den Titel.

Die insgesamt 9 Mannschaften durften mit maximal drei Surfern starten, von denen bei jeder Wettfahrt die zwei besten gewertet wurden. Der 16-jährige Stephan Hecker aus Bad Endorf war – wieder einmal – eine Klasse für sich. Als Deutscher Jugendmeister der letzten drei Jahre ist er seit über zwei Jahren national ungeschlagen. Bei einer Jugendregatta in Tschechien vor drei Wochen gewann er gegen namhafte internationale Konkurrenz, und auch beim Bundesligafinale holte er sich in allen neun angesetzten Wettfahrten überlegen den Einzelsieg. Ihm am nächsten kam sein gleichaltriger Clubkollege Martin Reiss. Der Priener erreichte fünf zweite, zwei dritte, einen neunten und einen dreizehnten Platz und wurde damit in der Einzelwertung auch klar Zweiter. Die tollen Leistungen der Chiemseesurfer rundete Lars Poggemann als Siebter ab. Damit stand auch bereits frühzeitig fest, dass die Priener erstmals den Sieg beim Bundesligafinale an den Chiemsee holten. Die Überlegenheit zeigte sich auch darin, dass das Jugendteam des RSC Chiemsee rein rechnerisch auch ohne die Ergebnisse von Stephan Hecker den Meistertitel geholt hätte.

Die Plätze zwei und drei belegten Jugendmannschaften des Windsurfingclubs Hamburg, Vierte wurde das lokale Team des Surfclubs Wannsee Berlin. Auf Platz fünf folgte dann die zweite Mannschaft des RSC Chiemsee, mit Hannah Kapser und Pauline Ramoser ein reines Mädchenteam. Die beiden kamen in der Einzelwertung unter den 23 Startern auf die Ränge 12 und 13.

Für Stephan Hecker und Martin Reiß war das Bundesligafinale die letzte bedeutende Jugendregatta auf nationaler und internationaler Ebene, ab der nächsten Saison können sie entweder in die Raceboardklasse aufsteigen oder aber – auf längere Sicht – den Umstieg auf die olympische Klasse RS:X planen. Bei dem Talent der beiden sicher eine überlegenswerte Option. Zum Abschluss der Regattasaison steht aber noch am kommenden Wochenende die Bayerische Jugendmeisterschaft am heimischen Chiemsee an, wo auch Surfer aus Tschechien und Ungarn am Start sein werden.

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